Verein Freie Waldorfschule Berlin-Mitte e.V.

„Was ist im Menschen veranlagt und was kann in ihm entwickelt werden?“ Rudolf Steiner (1861-1925) trat für eine an den Entwicklungsgesetzen des Kindes orientierte Gemeinschaftsschule ein, aus der sich am Ende des Ersten Weltkrieges das kulturelle, wirtschaftliche und soziale Leben erneuern sollte und forderte die Loslösung der Schule aus der Vormachtstellung des Staates. Die erste Waldorfschule wurde 1919 von Rudolf Steiner in Stuttgart gegründet. Damit wurde erstmals das Prinzip sozialer Gerechtigkeit im Bildungswesen verwirklicht, da junge Menschen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und ihrer Begabung eine gemeinsame Bildung erhielten.  Als erste Gemeinschaftsschulen haben die Waldorfschulen das mit dem vertikalen Schulsystem verbundene Prinzip der Auslese durch eine Pädagogik der Förderung ersetzt.

„Das Kind in Ehrfurcht aufnehmen, in Liebe erziehen und in Freiheit entlassen“ (Rudolf Steiner)

In diesem Sinne fördert der 1990 gegründete Verein Freie Waldorfschule Berlin-Mitte e.V. Bildung und Erziehung auf der Grundlage der Pädagogik Rudolph Steiners. Er ist Träger der ersten nach der Wende im ehemaligen Ostteil der Stadt gegründeten freien Schule: Gemeinsamer Unterricht für Jungen und Mädchen, zwei Fremdsprachen ab der ersten Klasse, Epochenunterricht, künstlerische Gestaltung des Unterrichts, ausführliche Textzeugnisse, Verzicht auf Sitzen bleiben, Verbindung von allgemeiner und beruflicher Bildung, Selbstverwaltung (Autonomie) der Schule.

Der Verein

Der Verein Freie Waldorfschule Berlin-Mitte e.V. ist ein eingetragener Verein, der die rechtliche und wirtschaftliche Trägerschaft unserer Schule verantwortet. Mitglied kann jeder volljährige Bürger werden, der die Vereinszwecke anerkennt und fördern will.  Das höchste Organ des Vereins ist die Mitgliederversammlung, die den Vorstand wählt, und über die Dinge und Sachverhalte zu entscheiden hat, die für die Trägerschaft erhebliche Auswirkung haben.

Den Vorstand bilden vier Mitglieder. Er ist paritätisch mit Eltern und Pädagogen besetzt und vertritt den Verein nach außen.

Das Zusammenleben innerhalb des Vereins und seiner Bildungseinrichtungen wird unter Mitwirkung aller beteiligten Gruppen gestaltet. Gemäß der Entstehungszeit des Vereins ist der Runde Tisch als zentrale Plattform für den Austausch und die Koordination der Arbeitskreise konzipiert, bei dem sich Vertreter aller Gremien und Kreise regelmäßig informieren. Im Laufe der fast 25 Jahre hat sich der Runde Tisch zu Runden Tischen weiterentwickelt: Es wird zu Themen informiert, die die Gemeinschaft bewegen, und Entscheidungen für die Mitgliederversammlung vorbereitet.

Jedes Vereinsmitglied hat Initiativrecht, so dass im Laufe der Zeit zahlreiche Arbeitskreise entstanden sind, in denen Eltern und Pädagogen zusammenarbeiten und die die Selbstverwaltung der Schule mit Leben füllen. Derzeit gibt es folgende Arbeitskreise: Baukreis, Elternbeitragskreis, Elternkonferenz, Eltern-Lehrer-Erzieher-Konferenz, Festkreis, Finanzkreis, Gartenkreis, Küchenkreis, Organisationskreis, Schulzeitung, Webkreis.

Satzung des Trägervereins als PDF